Deutschsprachige Katholische Gemeinde (Parish for german speaking catholics)
St.Catherine’s Church, Victory Square, Valletta.
Heilige Messe um 11.15 Uhr
Nächster Termin am Sonntag 25. Oktober 2026 um 11.15 Uhr (Die Messen am 11. und 18. Oktober werden ausfallen, There are no mass on 11th and 18th October)
Dreissigster Sonntag im Jahreskreis
Zur 1. Lesung In die Sinai-Erzählung sind zahlreiche Vorschriften und Rechtsbestimmungen eingefügt. Sie haben ihre Wurzel im Bundesverhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel. Das Volk Gottes kann als solches nur bestehen, wenn es sich an diese Grundregeln hält. Die Vorschriften in der heutigen Lesung gelten dem Schutz der Armen und Schwachen; sie setzen einfache Verhältnisse voraus und lassen sich leicht auf unsere heutige Situation übertragen.
Erste Lesung
Wenn ihr Witwen und Waisen ausnützt, so wird mein Zorn gegen euch entbrennen
Lesung
aus dem Buch Éxodus.
So spricht der Herr:
20Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten,
denn ihr selbst seid im Land Ägypten Fremde gewesen.
21Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen.
22Wenn du sie ausnützt
und sie zu mir schreit,
werde ich auf ihren Klageschrei hören.
23Mein Zorn wird entbrennen
und ich werde euch mit dem Schwert umbringen,
sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden.
24Leihst du einem aus meinem Volk,
einem Armen, der neben dir wohnt, Geld,
dann sollst du dich gegen ihn
nicht wie ein Gläubiger benehmen.
Ihr sollt von ihm keinen Zins fordern.
25Nimmst du von einem Mitbürger den Mantel zum Pfand,
dann sollst du ihn bis Sonnenuntergang zurückgeben;
26denn es ist seine einzige Decke,
der Mantel, mit dem er seinen bloßen Leib bedeckt.
Worin soll er sonst schlafen?
Wenn er zu mir schreit,
höre ich es,
denn ich habe Mitleid.
Antwortpsalm
Kv Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke.
2Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke, *
3Herr, du mein Fels und meine Burg und mein Retter;
mein Gott, mein Fels, bei dem ich mich berge, *
mein Schild und Horn meines Heils, meine Zuflucht. – (Kv)
4Ich rufe: Der Herr sei hoch gelobt! *
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
47Es lebt der Herr, gepriesen sei mein Fels. *
Der Gott meiner Rettung sei hoch erhoben. – (Kv)
51Seinem König verleiht er große Hilfe, /
Huld erweist er seinem Gesalbten, *
David und seinem Stamm auf ewig.
50Darum will ich dir danken, Herr, inmitten der Nationen, *
ich will deinem Namen singen und spielen. – Kv
Zur 2. Lesung Wer sich Christus zuwendet, bekehrt sich zum „lebendigen und wahren Gott“ (1 Thess 1, 9): zu dem Gott, der den Menschen fordert und rettet. Der lebendige Gott hat Jesus aus dem Tod erweckt und ihm die Macht gegeben, die Welt zu richten und zu retten. Von einem „toten“ Gott müsste man sprechen, wenn der Mensch nicht bereit ist, dies anzunehmen.
Zweite Lesung
Ihr habt euch von den Götzen zu Gott bekehrt, um dem wahren Gott zu dienen und seinen Sohn zu erwarten
Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalónich.
Schwestern und Brüder!
5cIhr wisst, wie wir bei euch aufgetreten sind,
um euch zu gewinnen.
6Und ihr seid unserem Beispiel gefolgt
und dem des Herrn;
ihr habt das Wort
trotz großer Bedrängnis
mit der Freude aufgenommen, die der Heilige Geist gibt.
7So wurdet ihr ein Vorbild für alle Glaubenden
in Mazedónien und in Acháia.
8Von euch aus
ist das Wort des Herrn aber
nicht nur nach Mazedónien und Acháia gedrungen,
sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden,
sodass wir darüber nichts zu sagen brauchen.
9Denn man erzählt sich überall,
welche Aufnahme wir bei euch gefunden haben
und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt,
um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen
10und seinen Sohn vom Himmel her zu erwarten,
Jesus, den er von den Toten auferweckt hat
und der uns dem kommenden Zorn entreißt.
Ruf vor dem Evangelium
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Wer mich liebt, hält mein Wort.
Mein Vater wird ihn lieben und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.
Halleluja.
Zum Evangelium Die jüdischen Schriftgelehrten zählten in der Bibel 248 Gebote und 365 Verbote; gelten sie alle gleich, oder gibt es eines, das von allen das wichtigste ist? Die Antwort Jesu ist völlig klar. Ohne die Liebe wird keines von allen Geboten wirklich erfüllt; sie bleiben leer, erst die Liebe erfüllt sie mit Leben. Jesus hat das Gebot der Gottesliebe und das der Nächstenliebe zu einer Einheit zusammengefügt; er hat ihre Einheit durch sein Wort und durch seine Tat sichtbar gemacht.
Evangelium
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit,
34als die Pharisäer hörten,
dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte,
kamen sie am selben Ort zusammen.
35Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer,
wollte ihn versuchen
und fragte ihn: Meister,
36welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
37Er antwortete ihm:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit deinem ganzen Denken.
38Das ist das wichtigste und erste Gebot.
39Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
40An diesen beiden Geboten
hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Thirtieth Sunday in Ordinary Time
Reading 1
Reading from the book of Exodus
Thus says the LORD:
“You shall not molest or oppress an alien,
for you were once aliens yourselves in the land of Egypt.
You shall not wrong any widow or orphan.
If ever you wrong them and they cry out to me,
I will surely hear their cry.
My wrath will flare up, and I will kill you with the sword;
then your own wives will be widows, and your children orphans.
“If you lend money to one of your poor neighbors among my people,
you shall not act like an extortioner toward him
by demanding interest from him.
If you take your neighbor’s cloak as a pledge,
you shall return it to him before sunset;
for this cloak of his is the only covering he has for his body.
What else has he to sleep in?
If he cries out to me, I will hear him; for I am compassionate.”
Responsorial Psalm
R. (2) I love you, Lord, my strength.
I love you, O LORD, my strength,
O LORD, my rock, my fortress, my deliverer.
R. I love you, Lord, my strength.
My God, my rock of refuge,
my shield, the horn of my salvation, my stronghold!
Praised be the LORD, I exclaim,
and I am safe from my enemies.
R. I love you, Lord, my strength.
The LORD lives and blessed be my rock!
Extolled be God my savior.
You who gave great victories to your king
and showed kindness to your anointed.
R. I love you, Lord, my strength.
Reading 2
Reading from the first letter of St Paul to the Thessalonians
Brothers and sisters:
You know what sort of people we were among you for your sake.
And you became imitators of us and of the Lord,
receiving the word in great affliction, with joy from the Holy Spirit,
so that you became a model for all the believers
in Macedonia and in Achaia.
For from you the word of the Lord has sounded forth
not only in Macedonia and in Achaia,
but in every place your faith in God has gone forth,
so that we have no need to say anything.
For they themselves openly declare about us
what sort of reception we had among you,
and how you turned to God from idols
to serve the living and true God
and to await his Son from heaven,
whom he raised from the dead,
Jesus, who delivers us from the coming wrath.
Alleluia
R. Alleluia, alleluia.
Whoever loves me will keep my word, says the Lord,
and my Father will love him and we will come to him.
R. Alleluia, alleluia.
Gospel
Reading from the holy gospel according to St. Matthew
When the Pharisees heard that Jesus had silenced the Sadducees,
they gathered together, and one of them,
a scholar of the law tested him by asking,
“Teacher, which commandment in the law is the greatest?”
He said to him,
“You shall love the Lord, your God,
with all your heart,
with all your soul,
and with all your mind.
This is the greatest and the first commandment.
The second is like it:
You shall love your neighbor as yourself.
The whole law and the prophets depend on these two commandments.”