Deutschsprachige Katholische Gemeinde (Parish for german speaking catholics)
St.Catherine’s Church, Victory Square, Valletta.
Heilige Messe um 11.15 Uhr
Nächster Termin am Sonntag 3. Mai 2026 um11.15 Uhr
Fünfter Sonntag der Osterzeit
Zur 1. Lesung In der Gemeinde von Jerusalem gab es neben den „Hebräern“ (aramäischsprechenden Judenchristen) auch „Hellenisten“ (griechischsprechende Judenchristen). Unter diesen gab es eine Anzahl Witwen, die sich aus Frömmigkeit in Jerusalem niedergelassen hatten und teilweise in Armut lebten. Für sie wurden als Vertrauensmänner der Gemeinde die Diakone aufgestellt; sie hatten keine besondere liturgische Funktion wie später in der Kirche, ihre Aufgabe war es vielmehr für die Witwen und überhaupt die Armen zu sorgen.
Erste LesungApg 6, 1–7
Sie wählten sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit
Lesung
aus der Apostelgeschichte.
1In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm,
begehrten die Hellenísten gegen die Hebräer auf,
weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden.
2Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen
und erklärten:
Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen
und uns dem Dienst an den Tischen widmen.
3Brüder, wählt aus eurer Mitte
sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit;
ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.
4Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.
5Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde
und sie wählten Stéphanus,
einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist,
ferner Philíppus und Próchorus,
Nikánor und Timon,
Parménas
und Nikolaus, einen Proselýten aus Antióchia.
6Sie ließen sie vor die Apostel hintreten
und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf.
7Und das Wort Gottes breitete sich aus
und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer;
auch eine große Anzahl von den Priestern
nahm gehorsam den Glauben an.
AntwortpsalmPs 33 (32), 1–2.4–5.18–19 (Kv: 22)
Kv Lass deine Huld über uns walten, o Herr! – KvGL 56, 1
Oder:Kv Halleluja. – Kv
1Jubelt im Herrn, ihr Gerechten, *
den Redlichen ziemt der Lobgesang.
2Preist den Herrn auf der Leier, *
auf der zehnsaitigen Harfe spielt ihm! – (Kv)
4Das Wort des Herrn ist redlich, *
all sein Tun ist verlässlich.
5Er liebt Gerechtigkeit und Recht, *
erfüllt von der Huld des Herrn ist die Erde. – (Kv)
18Siehe, das Auge des Herrn ruht auf denen, die ihn fürchten, *
die seine Huld erwarten,
19dass er ihre Seele dem Tod entreiße *
und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte. – Kv
Zur 2. Lesung Christus ist der lebendige Eckstein des neuen Tempels, der Kirche Gottes. Er wurde „weggeworfen“, getötet, aber er wurde auferweckt. Wer an ihn glaubt, wird wie er von Gott geehrt; er hat teil am Licht und Leben Gottes. Durch Christus sind wir Gott nahe und können ihm als eine heilige Priesterschaft das Opfer des Lobes und des Dankes darbringen.
Zweite Lesung1 Petr 2, 4–9
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft
Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.
Schwestern und Brüder!
4Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein,
der von den Menschen verworfen,
aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist!
5Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen,
zu einer heiligen Priesterschaft,
um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen,
die Gott gefallen!
6Denn es heißt in der Schrift:
Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten Stein,
einen Eckstein, den ich in Ehren halte;
wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde.
7Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre.
Für jene aber, die nicht glauben,
ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben,
zum Eckstein geworden,
8zum Stein, an den man anstößt,
und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt.
Sie stoßen sich an ihm,
weil sie dem Wort nicht gehorchen;
doch dazu sind sie bestimmt.
9Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,
eine königliche Priesterschaft,
ein heiliger Stamm,
ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde,
damit ihr die großen Taten dessen verkündet,
der euch aus der Finsternis
in sein wunderbares Licht gerufen hat.
Ruf vor dem EvangeliumVers: Joh 14, 6
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Halleluja.
Zum Evangelium Die Jünger haben Mühe, den Weggang Jesu zu begreifen. Jesus tröstet sie: Ich komme wieder, ich hole euch heim zu mir. Auch das ist schwer zu verstehen. Thomas fragt nach dem Weg; Philippus bittet: Zeig uns den Vater. Jesus selbst ist der Weg, der Zugang zu Gott („die Tür“: Joh 10, 9). Und er ist das Bild des Vaters; Gottes eigene Art, sein Wesen und seine Hinwendung zu den Menschen sind in Jesus sichtbar geworden.
EvangeliumJoh 14, 1–12
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
1Euer Herz lasse sich nicht verwirren.
Glaubt an Gott
und glaubt an mich!
2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre,
hätte ich euch dann gesagt:
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
3Wenn ich gegangen bin
und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme ich wieder
und werde euch zu mir holen,
damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
4Und wohin ich gehe –
den Weg dorthin kennt ihr.
5Thomas sagte zu ihm:
Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst.
Wie können wir dann den Weg kennen?
6Jesus sagte zu ihm:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater
außer durch mich.
7Wenn ihr mich erkannt habt,
werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Schon jetzt kennt ihr ihn
und habt ihn gesehen.
8Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater;
das genügt uns.
9Jesus sagte zu ihm:
Schon so lange bin ich bei euch
und du hast mich nicht erkannt, Philíppus?
Wer mich gesehen hat,
hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch sage,
habe ich nicht aus mir selbst.
Der Vater, der in mir bleibt,
vollbringt seine Werke.
11Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist;
wenn nicht,
dann glaubt aufgrund eben dieser Werke!
12Amen, amen, ich sage euch:
Wer an mich glaubt,
wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen
und er wird noch größere als diese vollbringen,
denn ich gehe zum Vater.
Fifth Sunday of Easter
Reading 1
Reading from the Acts of the Apostles
As the number of disciples continued to grow,
the Hellenists complained against the Hebrews
because their widows
were being neglected in the daily distribution.
So the Twelve called together the community of the disciples and said,
“It is not right for us to neglect the word of God to serve at table.
Brothers, select from among you seven reputable men,
filled with the Spirit and wisdom,
whom we shall appoint to this task,
whereas we shall devote ourselves to prayer
and to the ministry of the word.”
The proposal was acceptable to the whole community,
so they chose Stephen, a man filled with faith and the Holy Spirit,
also Philip, Prochorus, Nicanor, Timon, Parmenas,
and Nicholas of Antioch, a convert to Judaism.
They presented these men to the apostles
who prayed and laid hands on them.
The word of God continued to spread,
and the number of the disciples in Jerusalem increased greatly;
even a large group of priests were becoming obedient to the faith.
Responsorial Psalm
R. (22) Lord, let your mercy be on us, as we place our trust in you.
or:
R. Alleluia.
Exult, you just, in the LORD;
praise from the upright is fitting.
Give thanks to the LORD on the harp;
with the ten-stringed lyre chant his praises.
R. Lord, let your mercy be on us, as we place our trust in you.
or:
R. Alleluia.
Upright is the word of the LORD,
and all his works are trustworthy.
He loves justice and right;
of the kindness of the LORD the earth is full.
R. Lord, let your mercy be on us, as we place our trust in you.
or:
R. Alleluia.
See, the eyes of the LORD are upon those who fear him,
upon those who hope for his kindness,
To deliver them from death
and preserve them in spite of famine.
R. Lord, let your mercy be on us, as we place our trust in you.
or:
R. Alleluia.
Reading 2
Beloved:
Come to him, a living stone, rejected by human beings
but chosen and precious in the sight of God,
and, like living stones,
let yourselves be built into a spiritual house
to be a holy priesthood to offer spiritual sacrifices
acceptable to God through Jesus Christ.
For it says in Scripture:
Behold, I am laying a stone in Zion,
a cornerstone, chosen and precious,
and whoever believes in it shall not be put to shame.
Therefore, its value is for you who have faith, but for those without faith:
The stone that the builders rejected
has become the cornerstone, and
A stone that will make people stumble,
and a rock that will make them fall.
They stumble by disobeying the word, as is their destiny.
You are “a chosen race, a royal priesthood,
a holy nation, a people of his own,
so that you may announce the praises” of him
who called you out of darkness into his wonderful light.
Alleluia
R. Alleluia, alleluia.
I am the way, the truth and the life, says the Lord;
no one comes to the Father, except through me.
R. Alleluia, alleluia.
Gospel
Jesus said to his disciples:
“Do not let your hearts be troubled.
You have faith in God; have faith also in me.
In my Father’s house there are many dwelling places.
If there were not,
would I have told you that I am going to prepare a place for you?
And if I go and prepare a place for you,
I will come back again and take you to myself,
so that where I am you also may be.
Where I am going you know the way.”
Thomas said to him,
“Master, we do not know where you are going;
how can we know the way?”
Jesus said to him, I am the way and the truth and the life.
No one comes to the Father except through me.
If you know me, then you will also know my Father.
From now on you do know him and have seen him.”
Philip said to him,
“Master, show us the Father, and that will be enough for us.”
Jesus said to him, “Have I been with you for so long a time
and you still do not know me, Philip?
Whoever has seen me has seen the Father.
How can you say, ‘Show us the Father’?
Do you not believe that I am in the Father and the Father is in me?
The words that I speak to you I do not speak on my own.
The Father who dwells in me is doing his works.
Believe me that I am in the Father and the Father is in me,
or else, believe because of the works themselves.
Amen, amen, I say to you,
whoever believes in me will do the works that I do,
and will do greater ones than these,
because I am going to the Father.”